Fluch und Segen zugleich

Kinder mit dem Angelman Syndrom weisen einen Defekt am 15. Chromosom auf.

Dies hat eine motorische und vor allem geistige Behinderung zur Folge. 

Außerdem wird diese Beeinträchtigung meist von Epilepsie, massiven Schlafstörungen, Hyperaktivität, kaum einer Lautsprach-Entwicklung, keiner Gefahreneinschätzung und vielen weiteren Symptomen begleitet.

Menschen mit dem Angelman Syndrom sind ihr gesamtes Leben auf Unterstützung im Leben angewiesen und können somit niemals selbstständig für sich selbst sorgen.

Das wohl auffälligste Merkmal ist das überdurchschnittlich häufige Lachen, weshalb die eigentlich schwere Behinderung gerade bei Bildern nicht gleich ersichtlich ist und oftmals falsch eingestuft wird. 

Dieses wundervolle Lächeln ist aber Fluch und Segen zugleich. 
Nämlich genau dann, wenn es aus Überforderung auftritt, es den Betroffenen kaum mehr gelingen mag aus den Lachanfällen herauszukommen und sie regelrecht nach Luft schnappen müssen.

Neben all der Schwere, die das Syndrom automatisch mit sich bringt, haben wir aber gleichzeitig das unfassbare „Glück“, dass unsere Kinder eine stark ausgeprägt soziale Ader mit sich bringen und es ihnen dadurch meist gelingt ihr Umfeld regelrecht in ihren Bann zu ziehen.

Denn sie haben uns gelernt,
dass ein Lächeln auf den Lippen und ein Schritt nach vorwärts das Leben in allen Bereichen, 
trotz der enormen Aufgabe, 
ungemein vereinfacht…

Yannick, 10 Jahre aus Niederösterreich