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„Menschen, die einem helfen

wieder auf die Beine zu kommen,

wissen wie es sich anfühlt zu fallen.“

Zu erfahren, dass das eigene Kind mit einem seltenen Gendefekt geboren wurde und dies von jetzt auf gleich die kompletten Pläne für dein Leben über Bord wirft, ist kaum zu ertragen.

Und doch haben letztendlich all unsere Familien früher oder später ihren persönlichen Weg gefunden, damit umzugehen und die Karten neu zu sortieren.

Wenn, einem aber dann auch noch plötzlich sein eigenes Zuhause genommen wird, obwohl man im täglichen Alltag sowieso schon über enorme Kräfte verfügen muss, können wir uns nur ansatzweise vorstellen, wie gebrochen man in diesem Moment als Mensch sein muss.

Kein Wunder also, dass wir versuchten alle Hebel in Bewegung zu setzen, als wir von einer ukrainischen Flüchtlingsfamilie mit einem Angelman-Kind erfuhren.

Ich sehe es als keine Verpflichtung, sondern viel eher als eine Selbstverständlichkeit einander zu helfen und Alexandra sowie ihrer Familie so gut es geht unter die Arme zu greifen.

Um ehrlich zu sein, zerriss es mir bei unserer ersten Begegnung beinahe mein Herz…

Von da an wurde ich von schlaflosen Nächten begleitet, weil ich mir nicht mal in meinen schlimmsten Träumen ausmalen wollte, wie schwierig es sein muss mit einem Angel aus dem eigenen Land vertrieben zu werden.

Dabei auch noch den Mann und Vater meines Kindes zurücklassen zu müssen und völlig auf mich allein gestellt, in einem unbekannten Land mit fremder Sprache, einen Neustart mit einem schwerbehinderten Kind zu wagen.

Wir unternahmen einfach alles,

was in unserer Macht stand, damit die Familie zumindest jetzt ein Gefühl des „Willkommenseins“ erfahren darf.

Wir waren erfolgreich!

In dieser kurzen Zeit gelang es uns nämlich, die akut medizinische Zahnversorgung für Alexandra zu gewährleisten, die Registrierung abzuwickeln und sogar schon eine einzigartige Wohnung in unserem wunderschönen Wien zu finden.

Außerdem darf Alexandra’s Cousine bereits ab morgen die Schule besuchen, worauf sie sich schon wahnsinnig freut.

Endlich kann die Familie nach dieser unfassbar harten Zeit ein wenig durchatmen und nun hoffentlich auch genügend Kraft für eine neue Zukunft sammeln.

Es ist also tatsächlich möglich ein so wichtiges Fundament in Rekordzeit zu schaffen, weil wir auf Menschen trafen, die ebenso ihr Herz öffneten und den Ernst dieser ganz besonderen Lage, so wie wir, ohne viel Erklärung sofort verstanden.

Wir haben einander die Hände gereicht und werden sie definitiv so schnell nicht wieder loslassen,

weil wir alle Menschen sind…

Vielen Dank für all eure wertvolle Unterstützung! ❤️

Spendenkonto:

Angelman Verein Österreich

AT40 3258 5002 0101 4000

Verwendungszweck: „Ukraine“

Yvonne Otzelberger

Obfrau Angelman Verein Österreich


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